Nach Verbot der Demo in Hanau: Erinnerung in Wächtersbach

Nach Verbot der Demo in Hanau: Erinnerung in Wächtersbach

Wächtersbach (ae). Spontan versammelten sich in Wächtersbach Antifaschist*innen und Antirassist*innen, um ihre Solidarität mit den Angehörigen der Opfer des 19. Februar in Hanau zum Ausdruck zu bringen. Ein deutscher Rassist hat dort neun Menschen ermordet – eine für den 22. August geplante, große Gedenkveranstaltung in Hanau, wurde wegen der Sorge vor Corona-Infektionen kurzfristig abgesagt.

Die Namen der Opfer – Gökhan Gültekin – Sedat Gürbüz – Said Nessar Hashemi – Mercedes Kierpacz – Hamza Kenan Kurtović – Vili-Viorel Păun – Fatih Saraçoğlu – Ferhat Unvar – Kaloyan Velkov – wurden vorm Wächtersbacher Rathaus laut verlesen.

Gemeinsam mit den Angehörigen fordern die Wächtersbacher*innen unter dem Hashtag #SaytheirNames: Erinnerung. Gerechtigkeit. Aufklärung. Und Konsequenzen. Die Wächtersbacher*innen erinnerten während ihrer Gedenkveranstaltung auch an ihren Mitbürger Bilal, der am 22. Juli 2019 den Anschlag eines deutschen Rassisten schwer verletzt überlebte. Und gedachten aller Opfer rassistischer Anschläge in den zurückliegenden Jahren.

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