„Sowohl das Bevölkerungswachstum, als auch die wirtschaftliche Entwicklung … sprechen für sich“

„Sowohl das Bevölkerungswachstum, als auch die wirtschaftliche Entwicklung … sprechen für sich“

Gelnhausen (SPD/st). Die SPD Gelnhausen begrüßt die gemeinsame Positionierung der Stadt Gelnhausen und des Main-Kinzig-Kreises zur Aufwertung Gelnhausens als Mittelzentrum Plus mit der Teilfunktion eines Oberzentrums. „Es ist gut, dass sich hier die Stadt- und Kreisspitze in gemeinsam abgestimmten Stellungnahmen so klar für unsere Kreis- und Barbarossastadt aussprechen. Der Schulterschluss zwischen Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Daniel Glöckner ist erfreulich“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Ewald Desch.

„Eine Aufwertung der Stadt Gelnhausen zum Mittelzentrum Plus mit Teilfunktion Oberzentrum ist die logische Konsequenz aus den Entwicklungen der letzten Jahre“, ergänzt die jüngst wiedergewählte Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Gelnhausen Susanne Turlach.

Nach klarer Auffassung der heimischen Sozialdemokraten ist die Aufwertung der Stadt Gelnhausen die logische Konsequenz aus den Entwicklungen der zurückliegenden rund 15 Jahre. „Sowohl das Bevölkerungswachstum, als auch die wirtschaftliche Entwicklung hinsichtlich der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind seit Jahren überdurchschnittlich und sprechen für sich“, so der Fraktionsvorsitzende Desch weiter. Die Vorsitzende der SPD Gelnhausen, Susanne Turlach, ergänzt: „Die Infrastruktur in Gelnhausen mit Schulen, medizinischer Versorgung, zahlreichen Freizeit- und Sportstätten, Sitz von wichtigen Behörden und Institutionen liegt sehr deutlich über dem, was ansonsten andere Städte mit rund 23.000 Einwohnern zu bieten haben.“ 

Turlach weiter: „Wenngleich wir sehr bedauern, dass die Stadt Hanau entschlossen ist, den Main-Kinzig-Kreis zu verlassen, wird die Bedeutung der heutigen Kreisstadt Gelnhausen durch die Erlangung der Kreisfreiheit Hanaus noch zunehmen und in Gelnhausen vorhandene Strukturen werden weiter gestärkt.“ Gern wäre man den gemeinsamen Weg weiter gegangen; sollte die Stadt Hanau jedoch den Main-Kinzig-Kreis tatsächlich wunschgemäß verlassen, wird Gelnhausen die dadurch entstehenden Lücken in der Infrastruktur zu schließen versuchen. Damit entstehen auch weitere Chancen für die Stärkung des Standortes Gelnhausen. Für die SPD stehe deshalb fest, dass Gelnhausen im neuen Landesentwicklungsplan eine Aufwertung erfahren muss.

Unabhängig von der Anzahl der Einwohner komme dem Mittelzentrum Gelnhausen eine außerordentliche zentrale Funktion zu. Dies unterstreicht eine Studie der Hessen Agentur aus dem Jahr 2019, ohne jedoch die außerordentliche Bedeutung der Kreisstadt für die Region näher zu beleuchten. Bereits im regionalen Entwicklungskonzept des Regierungspräsidiums Darmstadt, das als Grundlage für den neuen Raumordnungsplan gilt, wird Gelnhausen als wesentliches Impulszentrum herausgestellt.

Die Zuordnung als Mittelzentrum PLUS im Verdichtungsraum trägt dieser herausragenden Bedeutung unserer Heimatstadt noch nicht ausreichend Rechnung. Aufgrund seiner zentralen Lage hat Gelnhausen ein großes Einzugsgebiet über die Kreisgrenzen hinaus, weit in die Räume von Vogelsberg und Main-Spessart hinein, erläutern die Sozialdemokraten.

Darüber hinaus ist Gelnhausen nach Hanau das Impulszentrum an der prosperierenden Entwicklungsachse Frankfurt – Fulda. Bereits jetzt ist die Stadt Gelnhausen Standort für Behörden, die landesweit von Bedeutung sind und überregionale Aufgaben wahrnehmen, wie z. B. die Straßenbehörde Hessen Mobil und das durch einen Neubau in 2019 erweiterte Finanzamt Gelnhausen.

Der Landesverband der deutschen Steuergewerkschaft, der 7.000 in der hessischen Finanzverwaltung beschäftigten Mitglieder vertritt, ist von seinem Standort in Frankfurt ins Gelnhäuser Triangulum in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gezogen. Das dort ansässige Facharztzentrum mit angegliederten Geschäften und Restaurants, das nur wenige Jahre nach seiner Eröffnung durch einen Neubau erweitert wurde, wird von Patienten aus dem gesamten Kreisgebiet geschätzt.

Die Barbarossastadt Gelnhausen, seit 2005 erneut Sitz der Kreisverwaltung und Sitz des Kommunalen Centers für Arbeit, hat jedoch noch mehr zu bieten: mit den Beruflichen Schulen das größte Bildungszentrum Hessens ist sie darüber hinaus Schulstandort für Grund-, Haupt- und Realschule und das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Grimmelshausen Gymnasium.

Gelnhausen wird nach der Entscheidung des Kreistages auch Standort der zukünftigen Akademie für Gesundheit und Pflege sein. Diese zieht in das Bildungshaus für lebenslanges Lernen ein, in dem sich unter einem Dach die kreiseigene gemeinnützige Gesellschaft Bildungspartner bereits mit Volkshochschule, Campus Gesundheit und Beruf sowie der Campus Berufliche Bildung zusammengeschlossen haben.

Die Stadt ist außerdem Sitz der Main-Kinzig-Kliniken mit steigendem Patientenaufkommen. Der Erweiterungsbau ist gerade ich Betrieb genommen worden.

Mit dem St. Elisabeth-Hospiz gibt es seit Mitte August 2017 ein stationäres Hospizangebot für schwer kranke und sterbende Menschen, das ebenfalls von Patienten über weit den Kreis hinaus genutzt wird.

Susanne Turlach verweist weiterhin darauf, dass umfassende Freizeiteinrichtungen wie Freibad, Hallenbad, Sportstätten und öffentliche Bücherei vorhanden und größtenteils fußläufig und mit dem Rad gut erreichbar seien, außerdem gebe es zwei Stadtbuslinien mit guter Anbindung aller Ortsteile.

Das Innenstadtprojekt des lange brachliegenden ehemaligen Kaufhaus Joh sei Dank der Kreissparkasse Gelnhausen mit der beabsichtigten weiteren Bündelung von Dienststellen der Kreisverwaltung und einem gemeinsamen Medienzentrum von Stadt und Schulen ebenfalls kürzlich auf einen guten Entwicklungsweg gebracht worden.

Stolz verweist der Ewald Desch auf die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf fast 15.000 Personen. Dies sei eine Steigerung von ca. 2.000 Stellen, die seit 2013 hinzugekommen seien. Dabei sei die Zahl der Einpendler von 11.952 fast um die Hälfte höher als die der Auspendler mit 6.268. An diesen Zahlen zeigt sich insbesondere die zentrale Funktion unserer Kreisstadt, die eine Aufwertung zum Mittelzentrum PLUS mehr als rechtfertige, so Desch abschließend.

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