Neuer Wendehammer ermöglicht Busverkehr in Flörsbachtal-Mosborn

Neuer Wendehammer ermöglicht Busverkehr in Flörsbachtal-Mosborn

Flörsbachtal / Main-Kinzig (MKK/jkm). 60 Menschen leben in Mosborn, es ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Flörsbachtal und bislang ohne Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Lediglich Anruf-Sammel-Taxen fahren den Ort an. Das liegt nicht etwa an der Größe von Mosborn, sondern an den räumlichen Gegebenheiten. Nun soll mit Unterstützung des Main-Kinzig-Kreises regulärer Busverkehr möglich gemacht werden, indem ein Wendehammer gebaut wird. Denn die Anbindung an das Nahverkehrsnetz scheiterte bislang daran, dass ein Bus in dem kleinen Ort keine Wendemöglichkeit hatte. Denn Mosborn besteht gerade einmal aus zwei Straßen.

Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann trafen sich mit Bürgermeister Frank Soer vor Ort, um die Zusage über die Förderung des Wendehammers aus Mitteln des Kreisausgleichsstocks in Höhe von 83.000 Euro zu überbringen. „Das Geld für dieses Projekt ist hier gut angelegt und hilft der Gemeinde dabei, eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr zu erhalten“, sagte Landrat Thorsten Stolz und fügte hinzu: „Das war schon lange ein Wunsch der Bürgerinnen und Bürger in Mosborn.“ Für die Gemeinde Flörsbachtal bleiben dann noch rund 70.000 Euro, die finanziert werden müssen. Bürgermeister Soer bedankte sich für die Zuwendung und erläuterte die Planungen. So soll der Wendehammer genau dort entstehen, wo die Waldstraße, die in den Ort führt, auf die Querstraße Am Trieb trifft. Der Wendehammer soll auf einem Wiesengrundstück verlaufen und ermöglicht auch die Erschließung von dahinter liegenden Flächen als Bauplätze. „Es bietet sich an, an dieser Stelle gleich einen schönen Dorfplatz mitzugestalten“, regte Winfried Ottmann an. Über die Schleife des Wendehammers können die Busse den Ort wieder verlassen. Denn die Fahrer dürfen mit den Bussen nicht rückwärtsfahren, wenn sie Personen befördern. Auch die für den öffentlichen Personennahverkehr zuständige Kreisverkehrsgesellschaft hatte das Vorhaben ausdrücklich unterstützt und mit angeregt.

„Ohne die Zuwendung des Kreises könnten wir dieses Projekt schwerlich stemmen“, sagte Bürgermeister Soer. Mosborn sei zwar das kleinste Dorf innerhalb der Gemeinde, aber nichtsdestotrotz ein im schönen Spessart gelegener Ort, in dem sich Menschen wohlfühlen und in dem Kinder behütet aufwachsen können. Diese Einschätzung werde durch die wachsenden Bevölkerungszahlen widergespiegelt. So gebe es derzeit rund zehn Kinder im Ort. „Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor besonders in den kleineren Dörfern wird von uns als wichtiger Teil der Daseinsfürsorge des Main-Kinzig-Kreises betrachtet“, sagte Landrat Thorsten Stolz. Winfried Ottmann zeigte sich überzeugt davon, dass der Wendehammer positive Effekte auf die innerörtliche Bautätigkeit haben wird. Denn der neue Wendehammer habe neben der Funktion für den ÖPNV gleichzeitig eine Erschließungsfunktion für neue Grundstücke – und, sofern es gestalterisch ansprechend umsetzt werde, eine Aufenthaltsfunktion.

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