Enesa Aumüller: „Fantasie sei die Fähigkeit, innere Bilder oder innere Welten zu erzeugen“

Enesa Aumüller: „Fantasie sei die Fähigkeit, innere Bilder oder innere Welten zu erzeugen“

Wächtersbach (ea). Bei strahlendem Sonnenschein fand zu Ehren der anwesenden Künstlerinnen und Künstler auf der schattigen Terrasse des Gartensaals die Finissage der dritten Kunstroute des Altstadtfördervereins Wächtersbach statt. Das Trio Julietta, bestehend aus Annie Szykulla, Julia Ballin und Detlef Ballin, sorgte für den perfekten musikalischen Rahmen. Das Repertoire umfasste dabei Folkmusik aus der ganzen Welt. Es reichte von Irish Folk bis zu Melodien aus Italien und Frankreich.

Enesa Aumüller, eine der drei Vorsitzenden des Vereins, bedankte sich bei allen Teilnehmer für deren großartigen Beitrag und überreichte jedem eine Urkunde. Sie alle hätten dazu beigetragen, die Wächtersbacher Altstadt von ihrer schönsten Seite zu zeigen.

Fantasie sei die Fähigkeit, innere Bilder oder innere Welten zu erzeugen. Diese Fähigkeit alleine reiche aber nicht aus, um ein schönes Bild zu malen oder eine schöne Melodie zu komponieren. „Dazu bedarf es der Kreativität, diese inneren Bilder umzusetzen und sichtbar oder hörbar zu machen“, sagte sie. Nur die Künstler schaffen es, die Gefühle des Betrachters oder Zuhörers zu berühren und diese in verschiedene Stimmungen zu versetzen. Unter den Künstlern gäbe es die Selbstdarsteller, die auf der Suche nach ihrem Innersten den Betrachter oftmals in eine Welt mit tiefen Abgründen entführen: Die stillen Beobachter, die alles, was sie sehen, wie ein Spiegel wiedergeben und den Betrachter auf diese Weise fesseln und faszinieren: Die Einfühlsamen, die den Betrachter mit augenschmeichelnden Bildern in hellen harmonischen Farbkompositionen und mit vertrauten Motiven, die wir alle mit Glücksmomenten verbinden, stimulieren und beglücken. Und es gäbe die selbstlosen Weltverbesserer, die für ihre kritische Sichtweise ihre künstlerischen Fähigkeiten nutzten, um Dinge zu hinterfragen oder Missstände anzuklagen. Diese mutigen Künstler würden sich nicht für ihr eigenes Inneres und auch nicht für das Wohlergehen des Betrachters oder Zuhörers interessieren, sie würden nur ihrem Wunsch nach Gerechtigkeit und Nächstenliebe folgen und dabei oftmals gnadenlos erscheinen. Karin Henningsen zähle zu den mutigen Künstlerinnen, deren stark anmutendes Bild einer afrikanischen Frau den diesjährigen Flyer zierte. „Die Werke und auch die Maltechniken aller Künstler werden von Jahr zu Jahr immer ausgefeilter und individueller“, stellte Enesa Aumüller fest.

Sie kündigte an, dass es auch im nächsten Jahr im August eine Kunstroute geben werde, für die man sich schon jetzt anmelden könne (E-Mail info@altstadt-waechtersbach.de). Es hätte auch seitens der Geschäftsleute und Besucher der Kunstroute Anregungen gegeben, die einwöchige Kunstroute auf zwei oder vier Wochen auszuweiten. Darüber werde man nachdenken. Für die gelungene Überraschung der Brunnenverhüllung erntete der Verein viel Lob von allen Seiten. Noch läuft der Wettbewerb mit den witzigsten Selfies am Brunnen, solange dieser noch verhüllt ist. Enesa Aumüller richtete die Grüße des Wächtersbacher Bürgermeisters Andreas Weiher aus. Der Rathauschef plane einen Kunstwettbewerb unter dem Motto „Blick auf Wächtersbach“. Die Einzelheiten würden noch veröffentlicht. Das Siegerbild solle im Kaminzimmer des Schlosses seinen Platz finden, zwei weitere in anderen Räumen des Gebäudes.

Ausführliche Infos zu den Aktivitäten des Altstadtfördervereins Wächtersbach gibt es auf der facebook-Seite des Altstadtfördervereins Wächtersbach.

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