Gesundheitsdezernentin Simmler: „Wir setzen alles daran, die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern“

Gesundheitsdezernentin Simmler: „Wir setzen alles daran, die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern“

Main-Kinzig (MKK/jkm). Die allgemeine Entwicklung rund um das Coronavirus berührt auch den Main-Kinzig-Kreis, obwohl bisher kein weiterer bestätigter Fall gemeldet wurde. Allerdings hat das Gesundheitsamt für den morgigen Tag weitere drei Proben vorgesehen. Eine Herausforderung sind derzeit die vielen Rückkehrer aus der als Risikogebiet definierten Region Südtirol. Hier besteht aus Sicht der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler bei vielen Menschen eine „nachvollziehbare Sorge“, dass sie sich dort an dem Virus angesteckt haben könnten.

Dennoch bittet die Gesundheitsdezernentin um Verständnis, dass nur in konkreten Verdachtsfällen ein Abstrich erfolgen wird. Eine „vorsorgliche Analyse“ ohne erkennbare Symptome mache keinen Sinn und bringe auch kein sicheres Ergebnis. Ein Verdachtsfall mit allen Konsequenzen wie die häusliche Absonderung und Ermittlung der Kontaktpersonen sei klar definiert über den Kontakt zu einer nachweislich erkrankten Person.

Wer aus einem Risikogebiet kommt und Erkältungssymptome zeigt, der soll nach Empfehlung des Robert-Koch-Institutes bis zu zwei Wochen zu Hause bleiben und die Krankheit auskurieren. Ein Test zum Coronavirus sei auch hier nicht vorgesehen. Diese Information wurde am Montag auch vielen der insgesamt rund 140 Anruferinnen und Anrufern am Bürgertelefon eingehend erläutert und zum großen Teil auch akzeptiert.

Doch immer häufiger kollidiert die Strategie der offiziellen Stellen mit den Erwartungen der Arbeitgeber, die für ihre Beschäftigten gern „eine Unbedenklichkeitsprüfung“ hätten. Doch die Erste Kreisbeigeordnete bitte um Verständnis, dass die medizinisch sinnvollen Vorgaben auch hier nicht außer Acht gelassen werden können. „Wir setzen alles daran, die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern“, erläutert sie. Aber mit einem schnellen Abstrich sei es nicht getan und das Gesundheitssystem werde mit solchen undifferenzierten Proben überlastet. Schließlich müsse im Sinne der konsequenten Risikominimierung bei einem Abstrich immer auch „das volle Programm mitlaufen“. Schließlich könne der Virus-Test am Ende ja auch positiv ausfallen.

Fragen zu diesem Aspekt und weiteren Bereichen liefert das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage www.rki.de. Darüber hinaus gibt es eine Hotline des Landes Hessen, die täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800 5554666 erreichbar ist. Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises ist von 9 bis 18 Uhr unter 06051 8510000 weiterhin geschaltet.

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