Caritas Gelnhausen und Kreuzbund steigen in die Onlineberatung ein

Caritas Gelnhausen und Kreuzbund steigen in die Onlineberatung ein

Gelnhausen / Fulda (cif). Anlässlich ihrer jüngsten Sitzung, die diesmal bei der Orts-Caritas in Gelnhausen stattfand, diskutierten die Mitglieder der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft Sucht (DiAG Sucht) unter anderem über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die professionelle Suchtberatung und die Sucht-Selbsthilfe.

Bei der Digitalisierung ergeben sich auch für das Arbeitsfeld „Suchtkrankenhilfe“ neue Möglichkeiten. Denn der im Vorjahr durchgeführte umfangreiche Relaunch der bundesweiten Caritas-Onlineberatungsplattform ermöglicht nun auch hier eine breitere Einbindung in diese Form der Beratung.

So wird sich die Caritas-Fachambulanz für Suchtkranke in Gelnhausen demnächst ebenso an der Onlineberatung beteiligen wie die Suchtkranken-Selbsthilfeorganisation „Kreuzbund“. Dieser Fachverband wird im Rahmen der Sucht-Selbsthilfe zunächst bundesweit einen Online-Chat anbieten. „Inwieweit sich diese digitalen Angebote etablieren werden und eine Veränderung in der analogen Beratungsstruktur bringen, bleibt abzuwarten“, so Holger Franz, Suchthilfe-Referent beim Diözesan-Caritasverband in Fulda und Leiter dieser diözesanen  Arbeitsgemeinschaft. „Ein technisch einwandfreier Ablauf in der digitalen Beratung bedarf selbstverständlich auch einer zeitgemäßen EDV-Ausstattung“, betonte im Gespräch Michael Schütte, Leiter der Suchtberatung beim Regional-Caritasverband Fulda/Geisa.

Ein weiterer Diskussionspunkt in der Arbeitsgruppe war das Thema „Geflüchtete in der Suchtberatung“: Angesichts der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Zahl von Geflüchteten in Deutschland wird dieses Phänomen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Aus diesem Grund hat die Caritas in Gelnhausen bereits früh die Weichen gestellt und hält seit einiger Zeit ein offenes Beratungsangebot für diese Menschen vor. „Wir arbeiten daran, dieses Angebot bei der Zielgruppe noch bekannter zu machen“, erklärte Cosima Goncalves Silva, zuständige Teamleiterin in Gelnhausen. „Aufgabe der Suchtkrankenhilfe ist es, Geflüchtete auf die Gefahren von Sucht hinzuweisen, sie für einen bewussten Umgang damit zu sensibilisieren und vor allem dafür zu öffnen, bei Bedarf sowohl Hilfen der professionellen Suchthilfe als auch der Sucht-Selbsthilfe in Anspruch zu nehmen“, so die einhellige Auffassung der Arbeitsgemeinschaft. Man werde das Thema weiter im Blick behalten.

Die nächste Sitzung der AG findet in Spätherbst statt. Das Thema Digitalisierung wird dabei dann auch erneut auf der Agenda stehen.

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