Am Mittwoch, 5. Februar, 19.30 Uhr: „Der andere Wilhelm Busch“ im Ausstellungshaus

Am Mittwoch, 5. Februar, 19.30 Uhr: „Der andere Wilhelm Busch“ im Ausstellungshaus

Bad Orb (ez). 2020 lädt der Kulturkreis Bad Orb jeden zweiten Monat zu Veranstaltungen mit dem Ehepaar Reinhilde und Ulrich Freund ins städtische Ausstellungshaus Obertor, Burgring 6, ein. Der Reigen startet am Mittwoch, 5. Februar, 19.30 Uhr, mit dem „anderen Wilhelm Busch“ mit Märchen, die der Dichter und Zeichner gesammelt hat und Gedichten aus seiner Feder.

Wilhelm Buschs Bildgeschichten sind weltberühmt. Er war praktisch ein Pionier der Comic-Zeichner. Oftmals wurde ihm zu Lebzeiten sogar vorgeworfen, dass die Grausamkeiten die er sich ausdachte,  zu viel des Bösen seien.

Am ersten Erzählabend im neuen Jahr werden Reinhilde und Ulrich Freund einen anderen Wilhelm Busch (*1832 Wiedensahl – +1908 Mechtshausen) vorstellen. Dass er Märchen, die bis dahin nur mündlich überliefert waren, gesammelt hat, wissen nur wenige. Diese Märchen, meist von Mitbewohnern seines Geburtsortes Wiedensahl erzählt, werden ein wichtiger Teil des Abends sein. Sein Neffe Otto Nöldeke hat sie unter dem Titel „Aus alter Zeit“ nach Buschs Tod herausgegeben – und Reinhilde Freund wird an diesem Abend einige davon vortragen.

Wilhelm Busch sei durchaus auch ein dankbarer und gütiger Mensch gewesen, sagt Ulrich Freund. Das zeige sich beispielsweise an dem „kleinen roten Punkt“ auf mehreren Bildern, der folgende Ursache hatte: Aus einer bedrohlichen Notlage hatte ihn ein Mann gerettet, der eine rote Jacke trug. Aus Dankbarkeit tauchte auf Buschs Ölbildern ein kleiner roter Punkt auf, der manchmal auch als Mensch in einer roten Jacke zu erkennen ist.
Ein ebenso wichtiger Teil des Werkes von Wilhelm Busch sind seine Gedichte. „Wir finden darin durchaus auch den sarkastischen Wilhelm Busch“, erklärt Freund. Auch menschliches Mitleiden sei ihm nicht fremd gewesen. „Der schlaue Fuchs, der gelassene Esel und der sich seiner Haut wehrende Igel sind bei Busch tierische Metaphern für das Wesen von Menschen.“ Ulrich Freund kennt viele Busch-Gedichte und wird sie an diesem Abend rezitieren und erläutern.

Der Eintritt zu den Märchenabenden ist frei. Spenden werden für die Begleichung der Unkosten verwandt. Der Eingang zum Ausstellungshaus ist nicht behindertengerecht. Es muss eine Treppe überwunden werden.

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