„Eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“

„Eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“

Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt

  • Dabei wurde auch die Arbeit der Gemeindevertretung beim Erhalt von Denkmälern in der Gemeinde Biebergemünd in der Vergangenheit hervorgehoben und das man dies auch in Zukunft, in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Biebergemünd, tun werde.
  • Ihr Vortrag behandelte den Bau der Spessartbahn als reine Grubenbahn unter dem rheinischen Unternehmer Pfahl, ihre Fortführung unter der Firma Krupp, den Verkauf an den Kreis Gelnhausen in den 1920iger Jahren (1926) und schließlich die Stilllegung Anfang der 1950iger Jahre.

Tag des offenen Denkmals am 12. und 13. September 2026

Biebergemünd (GVB/mn). Am 12. September fand die Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals  des Main-Kinzig-Kreises in Biebergemünd Bieber statt. Diese wurde durch den Geschichtsverein Biebergemünd im Erdgeschoss der Alten Post (Bahhofsstraße 2, Biebergemünd-Bieber) durchgeführt.

Martina Weibezahn, Rednerin des Fachvortrags „Spessartbahn“.

Das diesjährige Thema lautete „NetzWerke: Denkmale und Infrastruktur“. Bundesweit nahmen diesmal 6500 Denkmäler teil (bzw. wurden präsentiert) und von unzähligen, lokalen Ehrenamtlichen, Vereinen, Denkmaleigentümern, Initiativen, Kirchen und Fachbehörden  organisiert. Die deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert die Veranstaltung in Deutschland seit 1993. Die bundesweite Eröffnungsveranstaltung fand in Bamberg statt. Die Veranstaltung ist immer am zweiten Sonntag im September. Jedes Jahr zieht diese Veranstaltung Millionen von Besuchern an. In 50 weiteren europäischen Ländern finden inzwischen im September ähnliche Veranstaltungen statt. 15 dieser Denkmäler befinden sich im Main-Kinzig-Kreis. 

Neben dem Landrat des Main-Kinzig-Kreises, …

… dem Bürgermeister und dem Vorstand der Gemeindevertretung von Biebergemünd waren noch weitere Ehrengäste, wie z.B. der Vertreter der Kreisarchäologie, des Denkmalschutzamts oder der Abteilung 63 des Landratsamts des Main-Kinzig-Kreises (welche zusammen mit dem Geschichtsverein Biebergemünd die Durchführung dieser Veranstaltung geplant haben) anwesend, zusätzlich natürlich noch Mitglieder des Geschichtsvereins Biebergemünd und geschichtsinteressierte Besucher. 

In ihren  Reden betonten Landrat Stolz, Bürgermeister Schmitt, Gemeindevertretungsvorstand Heim und  Geschichtsvereinsvorsitzender Beck die Wichtigkeit der Erhaltung von Denkmälern und die wichtige Rolle der Ehrenamtlichen und Geschichtsvereine bei diesem Thema. Landrat (im Namen von Landratsamt 63), Bürgermeister und Vorstand der Gemeindevertretung bedankten sich beim Geschichtsverein Biebergemünd für zeitnahe Umsetzung der Veranstaltung. Bürgermeister Schmitt dankte nebenbei auch noch dem Kreis und der Denkmalschutzbehörde für das Zustandekommen dieses Termins. Dabei betonte jeder Redner mindestens einen individuellen Schwerpunkt. 

Während für Herrn Stolz die Verbindung der Menschen zur eigenen, lokalen Heimat …

… über deren Geschichte ein sinnstiftendes Element darstellte, stand und steht das Biebertal für Herrn Schmitt als Beispiel für Infrastrukturprojekte, welche sich je nach Jahrhundert und Erfordernissen der Bewohner und der Wirtschaft angepasst haben. Dass es dabei zu Konflikten zwischen der Erhaltung alter Bausubstanz (z.B. Denkmälern) und neuen Infrastrukturprojekten kommen kann, zeigt das Beispiel der aktuellen Modernisierung der Ortsdurchgefahrt des Biebergemünder Ortsteils Kassel. Beide Politiker waren sich aber einig, dass es wichtig ist, historische Bausubstanz (Denkmälern) für die Nachwelt zu erhalten. Dabei wurde auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Behörden, dem Denkmalamt, der Politik auf Gemeinde-und Kreisebene und den Bürgern  hervorgehoben. 

Für Herrn Heim , den Vertreter der Gemeindevertretung, sind Denkmäler eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Für die Bevölkerung sei dies eine Möglichkeit immer etwas Neues zu entdecken und den historischen Horizont zu erweitern. Dabei wurde auch die Arbeit der Gemeindevertretung beim Erhalt von Denkmälern in der Gemeinde Biebergemünd in der Vergangenheit hervorgehoben und das man dies auch in Zukunft, in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Biebergemünd, tun werde. 

Simon Beck, der erste Vorsitzende des Geschichtsvereins Biebergemünd, …

… bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Kommen, sowie den Mitgliedern  des Geschichtsvereins für die geleisteten Arbeiten, welche für diesen Termin notwendig waren. Für ihn ist der Tag des offenen Denkmals ein „Angebot an alle, ihre eigenen Wurzeln zu erkunden. Dabei steht das diesjährige Motto (Denkmäler, Netzwerke und Infrastruktur) nicht nur für den Bau neuer Verkehrswege über die Jahrhunderte hinweg. Mit dem Bau sind harte Arbeit und der Wille ,Neues zu erschaffen, verbunden, sowie Entbehrungen, welche uns heute nicht mehr bewusst sind. Der Geschichtsverein (und auch das Biebertalmuseum) hat sich zur Aufgabe gesetzt, diese  Denkmäler und Erinnerungen für die Nachwelt zu erhalten. In Zeiten, wo sich alles unbegreifbar schnell verändert, erinnern uns Denkmäler daran, dass wir auf Generationen von Vorgängern aufbauen, sowie auf Traditionen und Werten, auf die wir uns stützen können“. 

Nach einer kurzen Pause mit Essen und Trinken (sowie einer Führung der Gäste durch das Biebergrundmuseum) begann dann der eigentliche Vortrag, „Die Spessartbahn“ von Martina Weibezahn (Museumsvorstand). Ihr Vortrag behandelte den Bau der Spessartbahn als reine Grubenbahn unter dem rheinischen Unternehmer Pfahl, ihre Fortführung unter der Firma Krupp, den Verkauf an den Kreis Gelnhausen in den 1920iger Jahren (1926) und schließlich die Stilllegung Anfang der 1950iger Jahre. Daran schloss noch ein kurzer Exkurs über die Omnibus-Linien an, welche die Spessartbahn in den 30iger Jahren ergänzten und nach der Stilllegung ersetzten.

Dabei kamen zahlreiche historische Bilder und Streckenpläne zum Einsatz.

Der detaillierte und ausführliche Vortrag wurde durch Frau Weibezahns Fachwissen zur Eisenbahntechnik sowie persönlichen Anektdoten bezüglich der Recherche in den verschiedenen staatlichen Archiven und Firmenarchiven (z.B. von Lokomotivherstellern) ergänzt. Ihren Vortrag beendete Frau Weibezahn (getreu dem Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals) mit den Vorteilen der Eisenbahn (speziell der hier im Biebertal eingesetzten Schmalspurbahn) gegenüber den vorher genutzen Transportmitteln (Infrastruktur), wie z.B. Pferde-o der Ochsenkarren.

Das Publikum, welches dem Vortrag gespannt und interessiert gelauscht hatte, bedankte sich nach einer kurzen Fragerunde mit einem lautem Applaus bei Frau Weibezahn. 

Der Vortrag wurde am Sonntag, 13. September, erneut dem Publikum vorgetragen. 

Zusätzlich können Interessierte die aktuellen Termine …

… auch auf der Homepage des Geschichtsvereins Biebergemünd e.V.  (https://www.geschichtsverein-biebergemuend.de/) und auf der Facebookseite des Geschichtsvereins Biebergemünd (https://www.facebook.com/profile.php?id=100092765314329) nachschauen.

Zu den Bildern: Oben: Die vier Redner der Festreden (von links): Markus Heim (Gemeindevertretung Biebergemünd), Simon Beck (Vorstand Geschichtsverein Biebergemünd), Matthias Schmitt (Bürgermeister Biebergemünd) und Thorsten Stolz (Landrat Main-Kinzig-Kreis). Bild im Text: Martina Weibezahn, Rednerin des Fachvortrags „Spessartbahn“.