Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt
- Was auf dem Papier nach „Beteiligung“ und „kommunalem Nutzen“ klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als erheblicher Eingriff in Natur, Landschaft und Lebensqualität – mit einem finanziellen Ausgleich für Bad Orber Bürger von marginalen 12€ pro Jahr.
- Das Prädikat „Heilbad“ wurde erst jüngst unter dem Aufwand vieler auch ehrenamtlich Beteiligter als höchstmögliche Auszeichnung wieder erworben – ein toller Erfolg, steht es denn für besondere Anforderungen an Gesundheit, Prävention, Erholung und Tourismus – nicht für Windkraft“.
„… hier schreibt der Leser …“ – ein Beitrag von Thomas Schweitzer – Fraktionsvorsitzender CDU Bad Orb.
Bad Orb (CDU/red). Thomas Schweitzer, Fraktionsvorsitzender CDU Bad Orb, setzt sich in einem Leserbeitrag mit dem Thema Windkraft bei Bad Orb auseinander. Hinweis der Redaktion: Lesermeinungen geben die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und vertreten nicht automatisch auch die Meinungen der Redaktion. Nachfolgend die Überlegungen von Thomas Schweitzer zum Thema Windkraft im Wortlaut:
„Welche Verwunderung, gibt es zuletzt immer wieder euphorische Verheißungen rund um neue Windkraftanlagen. So geschehen mit dem – auf falschen Fakten basierenden – Bericht der Hessenschau vom 8. Juni 2026 zum neuen Beteiligungsgesetz. Was auf dem Papier nach „Beteiligung“ und „kommunalem Nutzen“ klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als erheblicher Eingriff in Natur, Landschaft und Lebensqualität – mit einem finanziellen Ausgleich für Bad Orber Bürger von marginalen 12€ pro Jahr!“
„Die Rechnung ist schnell gemacht: …“
„… Wenn eine moderne Anlage mit 7 MW Leistung mit technisch theoretischem Maximum von 2.000 Volllaststunden im Jahr betrieben würde, ergäbe die gesetzlich vorgesehene Zahlung von 0,2 ct/kWh max. 28.000 Euro pro Jahr und Anlage. Bei acht Anlagen summiert max. 224.000 Euro pro Jahr, aufzuteilen zwischen Jossgrund. Biebergemünd und Bad Orb mit gesamt ca. 18.000 Einwohnern. Für die betroffenen Gemeinden und ihre Einwohner stehen jedoch massive Belastungen gegenüber: Verunreinigung von Trinkwasserquellen, Eingriffe in Boden, Wald und Landschaftsbild, nächtliche Lichtemissionen, Auswirkungen durch Geräusche und Schlagschatten sowie berechtigte Sorge um den Erholungswert eines Heilbades.“
„Gerade für ein seit Generationen als Kur- und Gesundheitsstandort bekanntes Bad Orb ist das der falsche Weg. Das Prädikat „Heilbad“ wurde erst jüngst unter dem Aufwand vieler auch ehrenamtlich Beteiligter als höchstmögliche Auszeichnung wieder erworben – ein toller Erfolg, steht es denn für besondere Anforderungen an Gesundheit, Prävention, Erholung und Tourismus – nicht für Windkraft“.
„Windkraft mag vom energetischen Nutzen sinnvoll sein.“
„Trotzdem gibt zu bedenken, dass die Befürworter damit werben, dass bei ca. 20 Jahren Laufzeit „Millionen an Euro für Kommunen“ zusammenkommen – im Falle der acht Anlagen wären das (ausschließlich bei Volllast) 4.5 Millionen Euro. Zur Einordnung: Von in Deutschland ca. 30.000 bestehenden Anlagen wird demnächst jedes dritte älter als 20 Jahre sein und somit rück- bzw. abgebaut werden. Das kostet aktuell ca. zwei Millionen Euro pro Anlage und wird vom Steuerzahler, also Bürgern, gezahlt“.
„Der Rückbau ist erforderlich, da die EEG Förderung …“
„… für die Betreiber endet und somit jegliche Wirtschaftlichkeit. In 20 Jahren kostet der Rückbau der acht Anlagen knapp 19 Millionen Euro. Die Kosten sind also viermal höher – trotz staatlicher Subventionen vom steuerzahlenden Bürger – als die Erträge“.
„Im Charakter von Bad Orb liegt seit jeher …“
„…der wirtschaftliche Wert im unzerstörten Spessartwald, seiner intakter Natur, der Ruhe und einer unverwechselbaren Landschaft – und lässt sich nicht in Centbeträgen pro Kilowattstunde aufwiegen. Dem Schutz unserer wertvollen unverbauten Natur stimmen fünf von sechs Fraktionen der kommunalen Mandatsträger zu, unterstützt von einer klaren Sprache der letzten Bürgerbefragung.
„Das Bad Orb der Zukunft bewahrt lieber die seit jeher natürlichen Standortvorteile eines Heilbades um Bürgern finanzielle Vorteile und Arbeitsplätze zu schaffen – anstelle vom Lobbyismus geprägte teure, fragwürdige und unpassende Windkraft“.






