Bravo-Rufe und lang anhaltender Applaus

Bravo-Rufe und lang anhaltender Applaus

Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt

  • Durch das Programm leitete während der Veranstaltung, zu deren Gästen auch Landrat Thorsten Stolz und Stadtverordnetenvorsteher Michael Heim zählten, die Moderatorin Jutta Sybille Schütz, die charmant die einzelnen Stücke vorstellte und Details zur Vita von Karsten Meier und Thomas Höpp, zu Orchester und Chor in ihre Worte einfließen ließ.
  • In seinem Musical erzählt er „die wahre Geschichte rund um Kaiserin Sissi“, was auch in Bad Orb auf stürmischen Applaus stieß, bevor eine kurze Pause mit Kaffee und Kuchen bei der wunderBAR-Eventgastronomie den Gästen Gelegenheit gab, das Gehörte zu verarbeiten.

Ein musikalisches Erlebnis voller Emotionen, Energie und Gänsehaut in der Bad Orber Konzerthalle – Text und Bild: Andrea Euler.

Bad Orb (ae). Eingeladen waren die Gäste zu einem „musikalischen Erlebnis voller Emotionen, Energie und Gänsehaut“, dargeboten vom Sinfonischen Blasorchester Hessen und dem Chor des Musikvereins Darmstadt unter der Leitung von Karsten Meier und Thomas Höpp. Unter dem Motto „Klangwelten“ vereinte das rund zweistündige Programm im Theatersaal der Bad Orber Konzerthalle Klassik, Film, Musical, Rock und Pop zu einem einzigartigen Konzertmoment.

Durch das Programm leitete während der Veranstaltung, zu deren Gästen auch Landrat Thorsten Stolz und Stadtverordnetenvorsteher Michael Heim zählten, die Moderatorin Jutta Sybille Schütz, die charmant die einzelnen Stücke vorstellte und Details zur Vita von Karsten Meier und Thomas Höpp, zu Orchester und Chor in ihre Worte einfließen ließ.

Es war eine eindrucksvolle Liedauswahl, …

… die die musikalische und stilistische Vielfalt des sinfonischen Blasorchesters zeigte. „Das Projektorchester besteht aus über 50 Musizierenden aus ganz Hessen“, wie die Moderatorin erläuterte, acht davon – und zudem Dirigent Meier – aus dem Main-Kinzig-Kreis. Das Orchester hatte die eigene CD „Zwischen Himmel und Wasser“ mit im Gepäck und auf einem Verkaufsstand im Foyer. Ihm blieb der erste Teil des Programms vorbehalten, bevor im zweiten auch der Chor mit seinen 70 Sängerinnen und Sängern die Bühne betrat und für eine besondere Erweiterung und Nuancierung sorgte.

Details zu Orchester und Chor …

… erfuhren die Gäste aus einem Programmheft, in dem auch der künstlerische Werdegang von Karsten Meier und Thomas Höpp dargelegt wurden. Wie es dort heißt, ist Meier Landesmusikdirektor des Hessischen Musikverbands, Soloklarinettist des Capitol Symphonie Orchesters Offenbach und stellvertretender Bundesmusikdirektor Blasmusik in der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände. Er war maßgeblich an der Gründung des Sinfonischen Blasorchesters 2017 beteiligt, dessen musikalische Leitung er seitdem hat. Thomas Höpp ist studierter Kirchenmusiker, Dozent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und hat seit 2025 als Dirigent die künstlerische Leitung des Musikvereins Darmstadt inne.

Dieser wurde 1832 gegründet, …

… ist einer der „ältesten Laienchöre Deutschlands“, wie die Moderatorin hervorhob. Ebenso lange ist er mit dem Darmstädter Staatstheater verbunden, stellte in jüngster Zeit allerdings vermehrt eigene Konzertprojekte auf die Beine. Wie nun erstmals gemeinsam mit dem Sinfonischen Blasorchester Hessen, das sich als landesweites Orchester des Hessischen Musikverbands zum Ziel gesetzt hat, „anspruchsvolle und vielseitige Konzertprogramme zu gestalten, die das Publikum begeistern und neue Perspektiven auf sinfonisch-konzertante Blasmusik eröffnen“. Was bestens gelang:

Die „Fall River Overture“ von Robert Sheldon, …

… einem bekannten amerikanischen Komponisten und Dirigenten, eröffnete das Programm, bevor das „Green Hill“ von Bert Appermont auf dem Programm stand, ein solistisches Werk für Euphonium, das sich von keltischer Musik inspirieren ließ. Hier begeisterte vor allem Jonathan „Johnny“ Heger, der das Euphonium – ein tiefes Blechblasinstrument mit warmem, vollem Klang – virtuos zu spielen vermochte und dafür mit Pfiffen, stürmischem Applaus der Gäste und der übrigen Orchestermitglieder sowie Handschlag und Schulterklopfen des Landesmusikdirektors belohnt wurde.

Um eine „bewegende symphonische Dichtung“ handelte es sich anschließend beim „Resurgam“ von Eric Ball, das als „emotionales und spirituelles Schlüsselwerk der Brassband-Literatur“ gefeiert wird. „Ich werde wiederauferstehen“, so die wörtliche Übersetzung des Titels, den Ball aus Trauer über den Tod seiner Schwester schrieb. „Dramatisch, aber auch tröstlich“, wie es Schütz darstellte. Die Musicalbearbeitung „Elisabeth“ von Michael Kunze und Sylvester Levay (ein meisterhaftes Arrangement von Johan de Meij) zeichnet das Leben der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sissi, nach.

Johan de Meij, so ließ die Moderatorin wissen, Johan de Meij, so ließ die Moderatorin wissen, war übrigens selbst schon in Bad Orb: 2019 beim Konzert der Bläserphilharmonie Rhein-Main. In seinem Musical erzählt er „die wahre Geschichte rund um Kaiserin Sissi“, was auch in Bad Orb auf stürmischen Applaus stieß, bevor eine kurze Pause mit Kaffee und Kuchen bei der wunderBAR-Eventgastronomie den Gästen Gelegenheit gab, das Gehörte zu verarbeiten.

Der zweite Programmteil …

… startete mit dem bewegenden „Hymn to the fallen“ von John Williams, bekannt aus dem Film „Savin private Ryan“. John Williams, bekannt für viele Filmmusiken wie etwa in „Der Weiße Hai“ oder „Schindlers Liste“, hat damit ein Werk erschaffen, das an die gefallenen Soldaten erinnert – ein musikalischer Tribut, erhaben und an die Tragik jeglichen Kriegs erinnernd. Chor und Orchester gestalteten damit ein würdevolles, gemeinsames Gedenken, das die Gäste emotional berührte und mitnahm. Gemeinsam und mit viel Power vorgetragen wurde auch das ikonische „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury, ein Meisterwerk der Musikgeschichte.

Allein der Gesang …

… stand im Mittelpunkt bei gleich drei a-cappella-Stücken, die der Chor klangvoll zu Gehör brachte: Als Symbol für Trost und Optimismus „Somewhere over the rainbow“ aus dem Film „The wizard of Oz“, das bewegende „Good night, dear heart“ von Dan Forrest, mit dem er auf den Tod eines kleinen Mädchens in Äthiopien reagierte, und schließlich das Wiedersehen und die romantische Liebe in „Can you feel the love tonight“ aus dem Musicalfilm „The lion king“ stellten die Stimmgewalt der Sängerinnen und Sänger in den Mittelpunkt. Noch einmal allein spielend, trumpfte das Orchester mit dem beschwingten „Glenn beats the battle of Jericho“, arrangiert von Jef Penders, auf.

Bravo-Rufe und lang anhaltender Applaus belohnten auch die Zugabe „I will follow him“, das als Coverversion von Peggy March 1963 seinen Durchbruch hatte und knapp 30 Jahre später als Gospelsong im Film „Sister Act“ ein riesiges Revival erfuhr.

Von einer „ganz ausgezeichneten Zusammenarbeit“ schwärmte zum Abschluss Dr. Sabine Wolf vom Musikverein Darmstadt. „Für uns war diese Zusammenarbeit etwas sehr Ungewohntes und die Chance, uns ein ganz anderes Genre anzueignen“, fand sie nur lobende Worte für die gemeinsame Arbeit und die Auftritte. Tüten voller hessisches Spezialitäten unterstrichen dieses Lob an die Verantwortlichen noch einmal.