Jubelnde Gäste und glückliche Gastgeber

Jubelnde Gäste und glückliche Gastgeber

Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt

  • Besondere Erwähnung erfuhren dabei auch Star-Dirigent Paul Momberger, der im „echten Leben“ Tierarzt in Fulda ist und schon mit Chris de Burgh und José Carreras auf Tour war, Schlagzeuger Jona Galmarini, 15 Jahre und damit der Jüngste auf der Bühne, und Konrad Kaffanke (Xylophon), der einen zweiten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert erhielt und bei der Salzburger Meisterklasse angenommen wurde.
  • mit ihren Vorträgen am Klavier (und später am Keyboard) Michl Huff, an der Klarinette Lukas Massoth, mit dem Sopransaxophon Ute Krönung, mit der Oboe Verena Hillenbrand und der Flöte Ulrike Gutberlet – und zwar allesamt in nur einem Stück.

Sänger, Big Band, Streichensemble und Orchester präsentierten volle Bandbreite der Musik – Text und Bild: Andrea Euler.

Bad Orb (ae). In einer knapp dreistündigen Show präsentierten die 65 Musikerinnen und Musiker des Musikprojekts „Pop meets Classic“ eine einzigartige Kombination der unterschiedlichsten Musikgenres. Auf der Bühne des Theatersaals der Bad Orber Konzerthalle sorgten Sänger, Big Band, Streichensemble und Orchester für eine überwältigende Stimmung, die die mehr als 800 Gäste am Samstagabend erkennbar genossen.

Sie feierten dies begeistert:

… Teils im Stehen mittanzend, vom ersten Lied an mit stürmischem Applaus, Pfiffen, Johlen, geschwenkten Handylampen. Pop und Klassik, so schien es an diesem Abend, sind keine Gegensätze, sondern können eine Symbiose eingehen: Unterhaltsam, fesselnd, mitreißend, dargeboten von außergewöhnlichen Stimmen und einem klanggewaltigen Orchester.

Seit Januar sind die Musiker mit diesem mitreißenden Programm und ihren eigens produzierten Arrangements unterwegs. Garant für die überall begeisterten Rückmeldungen waren zum einen die bekannte Rock- und Soul Big Band »Vorsicht Gebläse!«, die sich eigens für dieses außergewöhnliche Cross-Over-Konzert mit dem Sinfonischen Orchester Neuhof verstärkte. Zudem mit dabei: Die exzellenten Musiker des Streicherensemble »The Classic String Orchestra«.

Besonderes Augenmerk erhielten …

… als herausragende Solistinnen und Solisten Annika Klar, Inka-Marina Möller, Thomas Bopp, Markus Schmitt, Christina Rümann und Ute Krönung, die von Moderator Heiko Stolz charmant angesagt wurden. Besondere Erwähnung erfuhren dabei auch Star-Dirigent Paul Momberger, der im „echten Leben“ Tierarzt in Fulda ist und schon mit Chris de Burgh und José Carreras auf Tour war, Schlagzeuger Jona Galmarini, 15 Jahre und damit der Jüngste auf der Bühne, und Konrad Kaffanke (Xylophon), der einen zweiten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert erhielt und bei der Salzburger Meisterklasse angenommen wurde.

Den Abend einzigartig machten …

… mit ihren Vorträgen am Klavier (und später am Keyboard) Michl Huff, an der Klarinette Lukas Massoth, mit dem Sopransaxophon Ute Krönung, mit der Oboe Verena Hillenbrand und der Flöte Ulrike Gutberlet – und zwar allesamt in nur einem Stück: Dem Danzón No. 2, auch als „Mexikos zweite Nationalhymne“ bekannt: Klassische Symphonik wird hier mit populären kubanisch-mexikanischen Tanzrhythmen vermischt, was in ein „mitreißendes Orchesterwerk“ mündet. Das Stück setzte einen Kontrapunkt zum bombastischen „NFL on Fox“, der American-Football-Superbowl-Hymne zum größten Finale der Welt, mit dem die Musiker ihre Reise durch die Welt der Musik starteten.

Mit einem gewaltigen Klang also, der der Legende zufolge auf eine simple Idee des ehemaligen Fox-Sports-Präsidenten David Hill zurückgehen soll: „Batman spielt Football.“ Das tut der Superheld „eigentlich“ nicht. Und genau deshalb war dieses Lied der passende Auftakt, denn „eigentlich“ – so die landläufige Meinung – haben Pop und Klassik auch nicht viel mit einander zu tun. Dem Pop wird oft das Image angehängt, dieser sei kommerziell, kurzlebig und leicht zugänglich, die Klassik stehe dagegen für Meisterwerke, Geschichte, „das Schwere“ eben. Im Konzert von „Pop meets Classic“ wurden diese musikalischen Hierarchien aufgebrochen, das Rendezvous der verschiedenen Musikstile sorgte für betörende Klangwelten.

Etwa, wenn Annika Klar in die Welt …

… eines James Bond entführte mit „Golden Eye“ oder gemeinsam mit Markus Schmitt „Up where we belong“ von Jennifer Warnes und Joe Cocker intonierte. Oder wenn Thomas Bopp in den Text von „Take the long way home“ die A66 hinein mogelte. Ein Versprechen löste Christina Rümann ein, als sie mit ihrem hellen Koloratursopran „Il Bacio“ („Der Kuss“) anstimmte, einen Konzertwalzer, dessen Vortrag Moderator Heiko Stolz ankündigte mit den Worten: „Sie werden jede einzelne gespielte Note wie einen kleinen Kuss empfinden. Sie wird sich in Ihre Herzen singen und dort die kleinen Küsse zum Tanzen bringen.“ Mit rockiger Stimme ließ Ute Krönung die Konzerthalle beben unter anderem bei „Stairway to heaven“ (Led Zeppelin), bevor sie als Zugabe mit Annika Klar und Inka-Marina Möller kurz vor elf beim Donna Summer-Medley noch einmal richtig aufdrehte.

Bis dahin waren die Gäste im Saal …

… schon vollkommen aus dem Häuschen: Sie tanzten, johlten und jubelten über weite Strecken, spendeten – oft stehend – Applaus für das Mundharmonikaspiel von Markus Schmitt, zeigten sich hingerissen von Sophia Kulla und ihrem Altsaxophon. Laut und heftig wurde es bei „Thunderstruck“ von AC/DC, bei dem als Solisten Tobias Galmarini an der Gitarre und Johannes Krampen an der Violine hervorstachen. In den Zirkus Renz entführte Konrad Kaffanke mit seinem Xylophon, und bei „Unchain my heart“ von Joe Cocker sorgte Peter Hartmann mit dem Tenorsaxophon für die besondere Note. Musicals, Klassiker, Rock und Pop vereinten sich zu einem Genremix, der den Gästen eine unvergessliche Erinnerung bescherte. Bis zum nächsten Besuch, denn schon laufen die Planungen für einen erneuten Auftritt in Bad Orb in 2029 mit einem neuen Programm.

Eine Besucherin wird den zurückliegenden Abend …

… ganz sicher in Erinnerung behalten: Charmant und vor aller Ohren von Moderator Heiko Stolz zu einem Getränk hinter der Bühne während der Pause eingeladen, sorgte Andrea aus der ersten Reihe für einigen Gesprächsstoff. Beim Anstoßen an der wunderBAR von Danyel Monego wurde die Einladung von einigen Gästen heftig diskutiert. „Heiß“ sei es gewesen, wie später verlautbarte. Doch bevor jetzt Gerüchte den ausgesprochen gelungenen Abend in ein schlechtes Licht rücken, sei an dieser Stelle verraten: Andrea und ihr Mann Volker waren tatsächlich hinter der Bühne.

Haben mit Heiko ein Bier getrunken. Ein Hochstift aus der Fulda-Brauerei. Was Stolz, selbst glücklicher Familienvater, allerdings für sich behielt. Ein bisschen Spaß muss sein, denn wie er zum Abschied dankbar dem Publikum riet: „So viel gute Laune. Ich möchte Sie einladen, das in den Alltag mitzunehmen. Wir brauchen mehr Positivität.“ An den Gästen des Konzertabends konnte dieser Mangel zumindest am Samstag nicht liegen.