Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt
- Aus Sicht der Genossenschaft werden dabei zwar reale Herausforderungen angesprochen, die Schlussfolgerungen greifen jedoch zu kurz und führen in die falsche Richtung.
- Die Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG bekräftigt daher, dass eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung ohne den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie nicht möglich ist.
„Fakten statt Stimmungsmache“ – Stellungnahme von Josef Keller, Vorstand der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG.
Bad Orb / Main-Kinzig (EGMK/sh). Die Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG nimmt Stellung zu einer Anzeige des Vereins „Gegenwind“, die am 24. April 2026 im „Orber Blättchen“ (Anm. der Redaktion: Richtig ist „Mein Blättche“) erschienen ist. Darin wird erneut Kritik am Ausbau von Wind- und Solaranlagen in der Region geäußert. Aus Sicht der Genossenschaft werden dabei zwar reale Herausforderungen angesprochen, die Schlussfolgerungen greifen jedoch zu kurz und führen in die falsche Richtung.
Im Mittelpunkt der Diskussion …
… steht unter anderem die Idee, neue Anlagen in Regionen mit schwachem Stromnetz künftig auch ohne Entschädigung abschalten zu können. Dieser Vorschlag wird unter anderem mit Katherina Reiche in Verbindung gebracht. Aus Sicht der Energiegenossenschaft wäre ein solcher Schritt problematisch. „Wenn Investoren keine Planungssicherheit mehr haben, wird es kaum noch neue Projekte geben. Gerade Bürgerenergie und Genossenschaften würden darunter besonders leiden“, so ein Sprecher der Genossenschaft.
Josef Keller, Vorstand der Energiegenossenschaft …
… Main-Kinzigtal eG betont, dass nicht die erneuerbaren Energien selbst das Problem sind, sondern die Rahmenbedingungen. Der Ausbau der Stromnetze hält seit Jahren nicht mit dem Zubau von Wind- und Solaranlagen Schritt. Gleichzeitig fehlen Speicher und flexible Möglichkeiten, Strom dann zu nutzen, wenn er in großen Mengen vorhanden ist. „Wir haben kein Erzeugungsproblem, sondern ein Infrastrukturproblem“, heißt es weiter.
Die bisher bestehenden Regelungen …
… sorgen aus Sicht der Genossenschaft dafür, dass Investitionen überhaupt möglich sind und das Energiesystem stabil bleibt. Sie schaffen Vertrauen und Planungssicherheit. Das sei ein wichtiger Grund dafür, dass Deutschland weiterhin eine sehr hohe Versorgungssicherheit habe.
Für die Energiegenossenschaft ist deshalb klar, dass die richtigen Antworten nicht im „Ausbremsen der erneuerbaren Energien“ liegen. Stattdessen brauche es einen schnelleren Netzausbau, mehr Speichermöglichkeiten und eine bessere Abstimmung zwischen Stromerzeugung und Verbrauch. Nur so könne die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden. „Außerdem wird damit verhindert, dass bei einer Überkapazität in den sonnenreichen Monaten, Strom fast zum Nulltarif bzw. manchmal auch gegen Gebühr ans Ausland abgegeben werden muss“. Zum Beispiel Frankreich, das sich überwiegend aus teurem Atomstrom versorge, freue sich über den billigen Strom aus Deutschland.
Gleichzeitig verweist die Genossenschaft …
… auf die Chancen für die Region. Projekte im Bereich Wind- und Solarenergie schaffen Wertschöpfung vor Ort, ermöglichen Bürgerbeteiligung und stärken die Unabhängigkeit von fossilen Energien aus dem Ausland. „Gerade für unsere Region bietet die Energiewende große Chancen, wenn wir sie richtig gestalten“, so die Genossenschaft abschließend.
Die Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG bekräftigt daher, dass eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung ohne den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie nicht möglich ist. Entscheidend sei, die „Rahmenbedingungen zu verbessern – und nicht, den Fortschritt zu behindern„.
Josef Keller, Vorstand der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG

