Gemeinsam gegen das stille Artensterben

Gemeinsam gegen das stille Artensterben

Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt

  • Das Projekt wird finanziert aus dem Agrar-Umweltprogramm des Landes Hessen (HALM) und vom LPV mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat und des Amts für Landwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises umgesetzt.
  • WibiNA steht für „Wildbienen-Netzwerk Agrarlandschaft“ und verbindet Biodiversität, Umweltbildung und Landwirtschaft – auf menschlicher Ebene und in der Fläche.

Projekt Wildbienen-Netzwerk-Agrarlandschaft des Landschaftspflegeverbands (LPV) MKK zieht erfolgreiche Jahresbilanz.

Main-Kinzig / Schöneck (LPV/bs). Das Projekt WibiNA – Wildbienen-Netzwerk Agrarlandschaft zeigt eindrucksvoll, wie Biodiversitätsschutz und landwirtschaftliche Praxis erfolgreich zusammenwirken können. Im Jahresbericht 2025 ziehen die Projektbeteiligten eine positive Bilanz: Mehr Blühflächen, steigendes Interesse von Landwirtinnen und Landwirten sowie eine wachsende öffentliche Aufmerksamkeit markieren ein erfolgreiches Projektjahr.

Das Projekt wird finanziert aus dem Agrar-Umweltprogramm des Landes Hessen (HALM) und vom LPV mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat und des Amts für Landwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises umgesetzt.

Artensterben wirksam begegnen

Mehr als 50 Prozent der Wildbienenarten in Deutschland gelten als bedroht. Dabei sichern die Bestäuberinnen rund 75 Prozent der Nahrungspflanzen. WibiNA setzt genau hier an: Durch gezielt angelegte, mehrjährige Blühflächen mit heimischen Wildpflanzen entstehen Nahrungs- und Nistangebote für Wildbienen in der Agrarlandschaft – und gleichzeitig ökologische wie wirtschaftliche Vorteile für landwirtschaftliche Betriebe. Die im Rahmen der hessischen Agrarförderung umgesetzten Flächen zeigen laut botanischem Monitoring eine stabile, artenreiche Entwicklung – selbst im vierten Standjahr. Die überarbeitete Saatgutmischung wurde standortübergreifend optimiert und ist nun hessenweit einsatzbereit.

Starke Nachfrage durch Medienberichte

Große Resonanz erfuhr das Projekt durch Berichterstattungen in der Hessenschau sowie auf Tagesschau.de. Nach Ausstrahlung der Beiträge meldeten sich zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte, Kommunen sowie Privatpersonen mit Interesse an einer Teilnahme oder Kooperation. „Die mediale Aufmerksamkeit hat deutlich gezeigt, wie groß das gesellschaftliche Interesse am Schutz der Wildbienen und einer Landwirtschaft ist, die Biodiversität mitdenkt“, so die Projektverantwortlichen.

Bildung hilft Bienen

Wir müssen verstehen und vermitteln, wie unsere Ernährung mit der Landwirtschaft, mit Böden und Bestäubung zusammenhängt. WibiNA hat seit 2025 ein Umweltbildungsangebot, um genau diese Inhalte anschaulich, altersgerecht und praxisnah zu vermitteln. Mit dem Wildbienengarten in Kilianstädten ist WibiNA seit 2025 Teil des Projekts „Lernfeld Landwirtschaft“ des Main-Kinzig-Kreises. Bereits mehrere Umweltbildungseinheiten mit Kitas wurden durchgeführt. Kinder lernen dort spielerisch den Zusammenhang zwischen Wildbienen, Bestäubung und ihrer eigenen Ernährung kennen. Der Erste Kreisbeigeordnete Herr Hofmann besuchte das Projekt persönlich und würdigte dessen Beitrag zur Bildungsarbeit.

2026 – Das Netzwerk soll wachsen

WibiNA steht für „Wildbienen-Netzwerk Agrarlandschaft“ und verbindet Biodiversität, Umweltbildung und Landwirtschaft – auf menschlicher Ebene und in der Fläche. Werden sie mit ihren Ackerflächen oder mit der Teilnahme an Umweltbildungseinheiten Teil des Netzwerks und melden sich bei uns.

Ansprechperson: Johanna Hepp, Johanna.hepp@lpv-mkk.de, 01781002108