Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt
- Weitere Fragen zum Bürgerentscheid, insbesondere welche konkreten Maßnahmen die Stadt ergreifen würde und zu den anfallenden Kosten, konnten leider nicht beantwortet werden, da kein Verantwortungsträger der Stadt, der dazu hätte Auskunft geben können, anwesend war.
- Der Projektierer zeigte die vorgesehenen Standorte der acht Windenergieanlagen auf dem Gebiet des Grundeigentümers HessenForst und erläuterte den groben Ablauf für Planung, Genehmigungsverfahren und Bau.
Veranstalter waren Volker Lechthaler und Stefan Heimrich – Stadt Bad Orb hat noch keine Genehmigungs- oder Pachtanfrage an HessenForst gestellt.
Bad Orb (vl/sh). Zu einer Info-Messe zum zum Thema „Windpark am Horstberg“ hatten Volker Lechthaler und Stefan Heimrich vom „Klimacafé Bad Orb“ eingeladen.Fast 180 Besucher informierten sich im Alfons-Lins-Haus zunächst an großformatigen Plakaten von HessenForst, BUND e.V., Deutscher Wetterdienst, Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal sowie dem Projektierer Ørsted über unterschiedliche Aspekte der geplanten Windenergieanlagen (WEA). Von jeder beteiligten Organisation waren Vertreter vor Ort, die an den Stationen weiter gehende Erläuterungen gaben und Fragen beantworteten. Anschließend moderierte Gregor Lischka vom Deutschlandradio die Frage- und Antwortrunde zwischen Besuchern und Experten.
Der Projektierer zeigte die vorgesehenen Standorte der acht Windenergieanlagen auf dem Gebiet des Grundeigentümers HessenForst und erläuterte den groben Ablauf für Planung, Genehmigungsverfahren und Bau. Daraus ergibt sich eine Inbetriebnahme der Anlagen in ca. vier Jahren. Danach richtet sich auch die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal.
Thomas Leppelt vom Deutschen Wetterdienst …
… zeigte auf, dass es auch im Spessart bereits kontinuierlich wärmer wurde und Extremwetterlagen wie Dürreperioden und Starkregen zunehmen werden.
Frau Graf vom BUND informierte darüber, dass Windvorrangflächen Naturschutzrechte berücksichtigen und wesentliche Flächen wieder aufgeforstet werden, die für den Bau der WEA gerodet werden müssten.
Herr Münch von Hessenforst befasste sich …
… mit den oft geäußerten Bedenken zu einem Kahlschlag am Horst: „Der für die acht Windkraftanlagen notwendige Holzeinschlag wird im Waldgebiet insgesamt weniger eingeschlagen, sodass die jährlich nachhaltig zu erntende Holzmenge nicht überschritten wird“. Fragen zum Kur- und Heilwald musste HessenForst abschlägig beantworten, da die Stadt Bad Orb noch keine Genehmigungs- oder Pachtanfrage an den Grundeigentümer HessenForst gestellt habe.
Auf Fragen zu Verschmutzung oder gar Versiegung der Orber Quellen antwortete der Geologe der Fa. Ørsted, Herr Markl-Meider, dass keinerlei Beeinträchtigungen zu erwarten seien. Zudem gebe es ein von der der Stadt beauftragtes Gutachten, das keinerlei Einfluss des Windparks auf die Orber Trinkwasserquellen aufzeige.
In der Begrüßung hatte Volker Lechthaler …
…bereits darauf hingewiesen, dass beim anstehenden Bürgerentscheid nicht direkt über Bau oder Nichtbau der Windkraftanlagen am Horst abgestimmt werde. Die Wähler entscheiden nur darüber, ob der Magistrat verpflichtet werden solle, alle rechtlich zulässigen Maßnahmen zur Verhinderung des Windparkprojektes zu ergreifen. Weitere Fragen zum Bürgerentscheid, insbesondere welche konkreten Maßnahmen die Stadt ergreifen würde und zu den anfallenden Kosten, konnten leider nicht beantwortet werden, da kein Verantwortungsträger der Stadt, der dazu hätte Auskunft geben können, anwesend war.
Auch wurde gefragt, warum das Klimacafé …
… und nicht die Stadt der Organisator dieser Veranstaltung sei. Stefan Heimrich antwortete, dass der Bürgermeister auf Anfrage keinen Bedarf für solch eine Veranstaltung sehe.
Viele Besucherinnen und Besucher äußerten sich sehr zufrieden, dass das Klima-Café mit dieser Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Information und zur Meinungsbildung über das Windparkprojekt am Horst geleistet habe. Es sei wichtig, dass in der Stadtgesellschaft nicht nur emotionalisiert gegen Windkraft mobilisiert werde, sondern dass hier sachlich und Fakten basiert aufgeklärt wurde.


