Training für den ersten Atemzug

Training für den ersten Atemzug

Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt

  • „Dass wir diesen sensiblen Bereich nun eigenständig und auf gewohnt hohem Niveau abbilden, ist ein wichtiger Schritt für unsere Rettungsdienstschule – und ein starkes Zeichen für eine moderne, praxisnahe und menschlich orientierte Ausbildung“, heißt es abschließend.
  • Die Simulation ist Teil der regulären Notfallsanitäterausbildung und ersetzt den klinischen Ausbildungsabschnitt in den Fachbereichen Geburtshilfe und Pädiatrie.

Rettungsdienstschule des DRK Gelnhausen-Schlüchtern: sicher entscheiden, ruhig kommunizieren und Mutter und Kind verlässlich begleiten.

Gelnhausen (DRK/kk). Premiere an der DRK-Rettungsdienstschule Gelnhausen: „Die Ausbildungseinheit zur Geburtshilfe und Pädiatrie ist nicht neu – aber zum ersten Mal vermitteln wir dieses anspruchsvolle Modul in eigener Verantwortung und direkt an unserer Schule„, teilt Kerstin Kalajian vom DRK-Kreisverband mit. Die Simulation ist Teil der regulären Notfallsanitäterausbildung und ersetzt den klinischen Ausbildungsabschnitt in den Fachbereichen Geburtshilfe und Pädiatrie. Hintergrund ist, dass in diesen Bereichen immer weniger klinische Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. „Deshalb übernehmen wir diesen Abschnitt nun selbst – und simulieren die klinische Ausbildung realitätsnah in unserem eigenen Umfeld“.

Eine Geburt gehört zu den emotionalsten Situationen …

… im Rettungsdienst. Hier braucht es nicht nur fachliches Wissen, sondern vor allem Empathie: die werdende Mutter unterstützen, ihre Bedürfnisse ernst nehmen, Sicherheit vermitteln – und gleichzeitig das Wohl des Neugeborenen im Blick behalten. Genau dieses Zusammenspiel steht im Mittelpunkt der neuen Lernsequenzen. Um bestmöglich auf echte Einsatzsituationen vorzubereiten, trainieren die Auszubildenden verschiedene geburtshilfliche und pädiatrische Situationen: reguläre Geburtsverläufe, unerwartete Komplikationen und Momente, in denen ein Neugeborenes sofortige Unterstützung braucht. Das Ziel ist klar: sicher entscheiden, ruhig kommunizieren und Mutter und Kind in jeder Phase verlässlich begleiten.

Die Notfallsanitäter-Ausbildung ist vielfältig und reicht von traumatologischen und internistischen Notfällen bis hin zu sehr sensiblen Themen wie einer Geburt. Gerade dieses intime Feld ist für viele eine besonders prägende Erfahrung. Die Simulationen schaffen einen geschützten Raum, in dem nicht nur medizinisches Vorgehen, sondern auch Haltung, Sprache, Distanzzonen und respektvolles Verhalten geübt werden. „So wachsen unsere Azubis fachlich und menschlich zugleich„.

Durchgeführt wird das Training …

… von eigenen Lehrkräften, federführend Michael Schüssler und Jan Arazi. Sie werden unterstützt von erfahrenen Hebammen und Kinderärzten, die ihre Expertise einbringen und wertvolle Perspektiven ergänzen.

„Dass wir diesen sensiblen Bereich nun eigenständig und auf gewohnt hohem Niveau abbilden, ist ein wichtiger Schritt für unsere Rettungsdienstschule – und ein starkes Zeichen für eine moderne, praxisnahe und menschlich orientierte Ausbildung„, heißt es abschließend.