Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt
- Weitere Lehrgänge führte der Naturpark in den Jahren 2007, 2012, 2018 und zuletzt 2024 durch – jeweils unter der Trägerschaft des BANU (Bundesweiter Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz).
- Von den insgesamt über 100 Personen, die in den 25 Jahren die ZNL-Prüfung absolviert haben, bieten aktuell mehr als 60 aktiv Naturparkführungen an, oder unterstützen den Naturpark in anderer Weise bei Fortbildungen und öffentlichen Veranstaltungen.
- September 2000 erhielten die 18 Frauen und Männer ihre Zertifikate aus den Händen des damaligen Naturparkvorsitzenden Günter Frenz und des Geschäftsführers Mathias Schlote, der die Idee zu dem Projekt von einer Fachtagung im Harz mitgebracht hatte.
Der Naturpark Hessischer Spessart blickt zurück auf 25 Jahre Ausbildung von Natur- und Landschaftsführerinnen.
Jossgrund / Main-Kinzig (NHS/bs). Dass Aktivitäten in der Natur gesundheitsfördernd sind, ist unbestritten: Sie steigern das Wohlbefinden, stärken das Immunsystem und helfen, Stress abzubauen. Geführte Wanderungen und Exkursionen mit qualifizierten Fachpersonen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Natur und Landschaft bewusst zu erleben und die Besonderheiten einer Region besser zu verstehen.

Aus diesem Grund …
… bildet der Naturpark Hessischer Spessart seit nunmehr 25 Jahren Natur- und Landschaftsführer*innen aus. Die Erfolgsgeschichte begann im November 1999, als der Naturpark gemeinsam mit der damaligen Ehrenamtsagentur des Main-Kinzig-Kreises den ersten Ausbildungslehrgang zum Waldführer initiierte. Im August 2000 legten die Teilnehmenden ihre Prüfungen ab. Bei einer Feierstunde vor der Kulisse der Klosterruine Hanau-Wolfgang am 7. September 2000 erhielten die 18 Frauen und Männer ihre Zertifikate aus den Händen des damaligen Naturparkvorsitzenden Günter Frenz und des Geschäftsführers Mathias Schlote, der die Idee zu dem Projekt von einer Fachtagung im Harz mitgebracht hatte.
In zwölf Unterrichtseinheiten …
… wurden die angehenden Waldführer*innen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Auf dem Lehrplan standen unter anderem Erste Hilfe, Wald- und Naturschutz, Tiere und Reptilien im Wald, Erlebnispfade sowie der Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Noch im selben Monat startete ein zweiter Lehrgang, 2001 folgte die dritte Ausbildungsrunde. Weitere Lehrgänge führte der Naturpark in den Jahren 2007, 2012, 2018 und zuletzt 2024 durch – jeweils unter der Trägerschaft des BANU (Bundesweiter Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz).

Michael Stange aus Bad Orb …
… ist der Einzige aus dem ersten Lehrgang, der noch aktiv Naturführungen anbietet. Von der Ausbildung hatte der heute 72-Jährige damals aus der Zeitung erfahren. „Es ist unendlich, was die Natur zu bieten hat“, schwärmt er. Besonders seine Begeisterung für geologische Zusammenhänge motivierte ihn, eigene Führungen zu entwickeln. Im Laufe der Jahre hat er rund 60 Touren zu unterschiedlichen Themen ausgearbeitet, darunter auch die beliebten Wanderungen auf dem Premiumfernwanderweg Spessartbogen. Sein Angebot ergänzt er durch Bildervorträge. Seine Leidenschaft teilt er mit seiner Frau Inge, die seit 2012 ebenfalls zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin im hessischen Spessart ist.
Von seinem reichen Erfahrungsschatz als langjähriger Natur- und Landschaftsführer profitierten auch die Teilnehmenden der letzten Ausbildungslehrgänge.
Im Jahr 2015 wurde die Bedeutung …
… der Arbeit der Naturparkführer*innen mit dem Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises gewürdigt. In der Laudatio hieß es, sie sensibilisierten Menschen jeden Alters für die Reize und die Schutzbedürftigkeit des Spessarts.
Von den insgesamt über 100 Personen, die in den 25 Jahren die ZNL-Prüfung absolviert haben, bieten aktuell mehr als 60 aktiv Naturparkführungen an, oder unterstützen den Naturpark in anderer Weise bei Fortbildungen und öffentlichen Veranstaltungen.
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführende …
… verstehen sich als Botschafter*innen ihrer Region. Das bedeutet, sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern machen Natur, Landschaft sowie regionale Geschichte und Kultur erlebbar, verbinden sozusagen „Education und Entertainment“. Sie begeistern Einheimische wie Gäste für den Wert des Natur- und Kulturerbes stärken das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt.
„Vielleicht tragen wir dazu bei, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird“, blickte Lehrgangsleiterin Kerstin Sauermann am Ende der jüngsten Ausbildungsrunde hoffnungsvoll in die Zukunft.
Alle Bilder: Naturpark Hessischer Spessart / NHS Archiv


