Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt
- Wenn darüber hinaus aufgrund des Antrags der FDP-Fraktion in der letzten Sitzung des Stadtparlaments auch geplant werden solle, ein Sportstättenförderungsprogramm aufzulegen und Zuschüsse von Bund und Land zu beantragen, so sei damit auch die Verwaltung beschäftigt.
- „Ein solches Programm ist für die Entwicklung der Stadt Schlüchtern und die Entwicklung des Freizeit- und Vereinssports sinnvoller angelegt und sollte genutzt werden, nicht jedoch die Durchführung des Hessentags“.
- Die Bürgerbewegung Bergwinkel begrüßt, dass der Bürgermeister der Stadt Schlüchtern, den Antrag zur Prüfung zur Durchführung eines Hessentags im Jahr 2030 in Schlüchtern zurückgenommen hat.
Bürgerbewegung Bergwinkel ist gegen diese Großveranstaltung – „es fehlen Plätze und Flächen für das Durchführen solcher Events“.
Schlüchtern (BBB/kn). Die Bürgerbewegung Bergwinkel begrüßt, dass der Bürgermeister der Stadt Schlüchtern, den Antrag zur Prüfung zur Durchführung eines Hessentags im Jahr 2030 in Schlüchtern zurückgenommen hat. „Wir, die Bürgerbewegung Bergwinkel, sind der Meinung, dass die Durchführung eines Hessentags in Schlüchtern absolut eine Nummer zu groß ist. Derartiges passt in eine Stadt wie Schlüchtern unter keinen Umständen. Es stellt ein erhebliches wirtschaftliches und finanzielles Risiko dar, zumal in der Stadt Schlüchtern wahrlich andere Aufgaben endlich zu erledigen und abzuschließen sind“.

Gegen die Bewerbung zur Durchführung eines Hessentags sprächen einer Reihe von Argumenten, so der stellvertretenden Fraktionschef der Bürgerbewegung Bergwinkel, Rainhard Cerny (Bild). Ursprünglich war der Hessentag bei Gründung im Jahr 1961 ein dreitägiges Fest, welches den Zusammenhalt in Hessen fördern sollte.
„Inzwischen ist jedoch der Hessentag für Kleinstädte gar nicht mehr zu bewältigen“
Der nächste Hessentag wird in der Zeit vom 12. bis 21. Juni 2026 in der Nachbarstadt Fulda stattfinden. „Die Schlüchterner Bürgerinnen und Bürger können dort per Bahn an diesem Fest teilnehmen, es feiern und die events genießen„.
Dies könne jedoch nicht dazu führen, dass wenige Jahre später in Schlüchtern der Hessentag durchgeführt werde. „In Fulda sind die räumlichen Verhältnisse bestens. Der Domplatz bietet Platz für Großveranstaltung wie Konzerte mit Roland Kaiser, Peter Maffay und Roxette.“ Das gehe in Schlüchtern hingegen nicht, so der Sprecher. Ferner sei für vom 14. bis 23. Mai 2027 bereits der Hessentag in Bebra geplant. Nachdem zuvor die Stadt Haiger ihre Bewerbung zurückgezogen hatte, weil derartiges wirtschaftlich nicht vertretbar sei.
Der Antrag des Bürgermeisters, zu prüfen, ob Schlüchtern einen Hessentag durchführen solle, sei zurecht zurückgenommen worden, da dieses Projekt nicht umsetzbar gewesen wäre. Die BBB hätte im Übrigen ein solches Begehren dann einstimmig abgelehnt.
„Sollte der Bürgermeister den Antrag allerdings erneut stellen, fordern wir, dass zuvor eine Beteiligung der Schüchterner Bevölkerung und der Vereine eingeplant wird. Es ist eine Bürgerbefragung, gegebenenfalls ein Bürgerbegehren durchzuführen, da nach unserer Auffassung das wirtschaftliche und finanzielle Risiko für Schlüchtern untragbar erscheint.“ Es seien darüber hinaus zeitnahe Veranstaltungen durchzuführen, um das Pro und Kontra in einem offenen und fairen Diskurs zu erörtern.
Für die Zukunft sei es absolut sinnvoll, keinen neuen Anlauf zu nehmen
„Die wirtschaftliche und finanzielle Lage in Schlüchtern hat sich erheblich verschlechtert, die Gewerbesteuereinnahmen gehen zurück, viele Bauvorhaben sind begonnen und müssen jetzt endlich auch einmal beendet werden“.
Rainhard Cerny: „Der Oberbürgermeister der Stadt Fulda hatte bereits für den Haushalt der Stadt Fulda 2026 ein nicht unerhebliches Defizit zur Durchführung des Hessentags eingeplant. Derartiges kann sich die Stadt Schlüchtern unter keinen Umständen leisten. Wenn darüber hinaus argumentiert wird, dass mit der Durchführung des Hessentags die Stadt Schlüchtern profitiere und verschiedene Großprojekte bezuschusst würden, so ist dies unrichtig. Wir haben bereits genügend bezuschussungsfähige Projekte dieser Art“.
Keine der in der Vergangenheit betrauten Städte und Gemeinden, die den Hessentag veranstalteten, habe namhafte Zuschüsse erhalten.
„Wenn weiter argumentiert wird, man werde sich die Durchführung des Hessentags in Fulda als Vorbild für die Bewerbung nehmen, so kann dies gar nicht gut gehen. Schüchtern ist bei weitem weniger strukturell aufgestellt, wie die Stadt Fulda. Es fehlen Plätze und Flächen für die Durchführung der Großveranstaltungen“.
Durch das Projekt „soziale Stadt in Hessen“ …
… an dem sich Schlüchtern ebenfalls beteilige, sei die Verwaltung bereits massiv eingespannt. „Weitere Kapazitäten bestehen keinesfalls. Neue Pläne stoßen dann eindeutig an die Belastbarkeitsgrenzen der Bediensteten im Rathaus“.
Wenn darüber hinaus aufgrund des Antrags der FDP-Fraktion in der letzten Sitzung des Stadtparlaments auch geplant werden solle, ein Sportstättenförderungsprogramm aufzulegen und Zuschüsse von Bund und Land zu beantragen, so sei damit auch die Verwaltung beschäftigt. „Ein solches Programm ist für die Entwicklung der Stadt Schlüchtern und die Entwicklung des Freizeit- und Vereinssports sinnvoller angelegt und sollte genutzt werden, nicht jedoch die Durchführung des Hessentags“.
„Wir werden“, so der Sprecher zum Abschluß, „unter allen Umständen derartige Ideen ablehnen und fordern im Zweifelsfalle die Mitwirkung der Schlüchterner Bevölkerung“.




