„250 Millionen Euro Defizit“ – Weisbecker schlägt Alarm 

„250 Millionen Euro Defizit“ – Weisbecker schlägt Alarm 

Schnell zusammen gefasst – und Dank KI nicht ganz perfekt

  • Er schadet der Natur, er saugt die Natur aus, er stellt Profit über Gesundheit.
  • „Er schadet der Natur, er saugt die Natur aus, er stellt Profit über Gesundheit“.
  • Abgesehen von den Diskussionen der vergangenen Monate muss die Ansiedlung eines finanziell taumelnden Konzerns in Bad Orb unbedingt verhindert werden.

Der Bürgermeister über den Energiekonzerns Ørsted: „Er schadet der Natur, er saugt die Natur aus, er stellt Profit über Gesundheit“

Bad Orb (BO/pbb). Der dänische Energieriese Ørsted plant, einen Windpark im Jossgrund zu bauen. Dies sorgt seit Monaten für Widerstand in Bad Orb. „Nun ist der Konzern auch noch massiv in Schieflage geraten“. Bürgermeister Tobias Weisbecker ist nicht nur in Sorge – für ihn ist klar: Abgesehen von den Diskussionen der vergangenen Monate muss die Ansiedlung eines finanziell taumelnden Konzerns in Bad Orb unbedingt verhindert werden. 

Der 1,7 Milliarden Kronen-Schock

„Die neuen Quartalszahlen des dänischen Energiekonzerns Ørsted sind ein Desaster. Aktionäre sind gewarnt, die Finanzmärkte sind unter Schock„, so der Rathauschef. 1,7 Milliarden Kronen Defizit seien mehr als bedrohlich für die gesamte Vision von Ørsted. „Schon vor einigen Wochen sickerte durch, dass Ørsted eine Kapitalerhöhung benötigt, um überhaupt geschäftsfähig zu bleiben. Bis 2027 sollen 2000 Stellen abgebaut werden. Vor einigen Tagen erfolgte ein Teilverkauf des Unternehmens, das ist Wahnsinn. Und so ein Unternehmen bedroht unsere Natur in Bad Orb. Ich fordere ganz klar: Ørsted muss sofort das Vorhaben am Orber Horstberg beenden“, sagt Weisbecker. 

„Bad Orb wird attraktivste Kurstadt Deutschlands“

Der Wind-Investor verhindere durch sein Vorhaben seit vielen Monaten die Ausarbeitung der Planung des Heilwaldes CURA SILVA. Bad Orb sei seit Jahren dabei, die Kurstadt zu transformieren, so Weisbecker weiter. „Wir wollen einmal die attraktivste Kurstadt Deutschlands werden. Und sind dabei auf einem guten Weg. Ein ambitioniertes Ziel, aber wichtig für die Stadt und die Menschen. In diesen Zeiten braucht es physische und mentale Gesundheit. Der Heilwald ist Teil des Konzeptes und der Vision.“ Erst letzte Woche habe es intensive Gespräche mit Ørsted gegeben. Man habe sich zumindest angenähert und war bereit, eine Lösung zu finden. Dafür reiste extra eine Delegation aus der Kurstadt in die Deutschlandzentrale des Konzerns.

Tobias Weisbecker ist verwundert: „Wir haben mit den Geschäftsführern gesprochen. Sie haben uns suggeriert, beweglich zu sein. Schon bei diesen Treffen müssen sie über die katastrophalen Zahlen informiert gewesen ein. Uns gegenüber kein Wort dazu. Ich werte das als grobes Foul-Spiel. Wenn ich etwas wirklich nicht leiden kann, dann ist das Unaufrichtigkeit.“ 

„Catch me if you can – Zusammen Bad Orb schützen“

Am Donnerstag und Freitag habe man versucht, die Geschäftsleitung von Ørsted zur Rede zu stellen, ergänzt der Bürgermeister. „Ohne Erfolg„. Der Konzern reagierte weder auf eine Email, noch auf einen persönlichen Anruf. „Augenscheinlich will man die Situation aussitzen, Ørsted duckt sich weg. Die Stadt Bad Orb wird nun alle Möglichkeiten ausnutzen, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Augenscheinlich verfolgt Ørsted eine perfide Strategie. Es geht nicht um die ehrliche Philosophie der Förderung erneuerbarer Energie. Der Konzern will seine Aktionäre blenden„.

„Natürlich ist das Narrativ „Wir sind groß, wir haben Windparks, mit uns verdient ihr viel Geld“ verlockend. Dabei handelt der Konzern komplett rücksichtslos. Er schadet der Natur, er saugt die Natur aus, er stellt Profit über Gesundheit. Und Ørsted weiß: Das Blendwerk fliegt ab heute auf. Denn dem Energie-Riesen fehlt das Geld, seine Ziele zu erreichen“.

„Es ist ein bisschen wie im Film „Catch me if you can“. Da suggeriert Leonardo DiCaprio als Hochstapler, dass er viel Geld hat und erfolgreich ist. Und die Welt liegt ihm zu Füßen. Bis alles auffliegt. Ørsted hat sich selbst entzaubert. Wir werden jetzt dafür sorgen, dass am Horstberg ein Heilwald entsteht. Und ich bin mir sicher, dass Bürgerinnen und Bürger, Politik und Wirtschaft mithelfen werden“, so der Bürgermeister.